Im Römisch-Germanischen-Museum sind die Götter los

Literatur und Museum, das passt prima zusammen. Nach unserem erfolgreichen Vorleseprojekt „Reise in den Orient“ im Museum für Angewandte Kunst startete diese Woche das Projekt „Die Götter sind los“ im Römisch-Germanischen Museum.  Dank der großzügigen Unterstützung der Benefiz-Kunstausstellung IN DUBIO PRO ARTE können nun erneut zehn Kölner Schulklassen kostenfrei Kunst, Kultur und Literatur in einem städtischen Museum erleben.

Dieses Mal dreht sich alles um die antiken Götterwelten der Römer und Griechen. Museumspädagogin Daniela Rösing begrüßt am Dienstag als erste Gruppe die Klasse 6b des Gymnasium Herkenrath mit ihrer Klassenlehrerin Maike Riehl und der Referendarin Hanna Schramm im Römisch-Germanischen Museum. Auch unser Lieblingsvorleser Benedict Kaiser ist erneut dabei und liest Ausschnitte aus dem Kinderbuch „Die Götter sind los“ von Maz Evans.

 

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Die Klasse 6b vor den Jupiter-Statuen (Foto: Museumsdienst, J. Müller)

Zeus und seine göttliche Familie, die auf den antiken Darstellungen im Museum so  würdevoll und mächtig wirken, haben in der turbulenten Geschichte mit weitaus irdischeren Problemen zu kämpfen. Während Zeus arg in Bedrängnis gerät, weil er aus Versehen gleich  zwei Bräuten die Ehe versprochen hat, ist Athene beruflich erfolgreich  als Dozentin einer Elite-Uni,  hat jedoch immerzu Streit mit ihrer Schwester Aphrodite, die ein gutgehendes Heiratsinstitut leitet.
An verschieden Stationen im Museum lässt der Vorleser die Geschichte rund um den Menschenjungen Elliot, das Sternbildmädchen Virgo und den unsterblichen Götterclan lebendig werden. Die Klasse lauscht gebannt, wie Elliot und Virgo mit Hilfe des Fährmanns Charon über den Styx setzen, Bekanntschaft mit Zeus und seinem geflügelten Reitpferd Pegasus machen und schließlich mit Hilfe der Götter den mächtigen Erdstein finden, der unermesslichen Reichtum verspricht.

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Vorleser Benedikt Kaiser in Aktion (Foto: Museumsdienst Köln, J. Müller)

 

Lustig ist das alles – aber hat die Geschichte auch etwas mit den Göttern zu tun, wie sie sich die Menschen im römischen Köln vorstellten? Das erklärt Daniela Rösing: Auch die alten Römer kannten schon Sternbilder und schmückten zum Beispiel Grabgiebel mit Tierkreiszeichen. Und Athene war zwar keine hochbegabte Universitätsprofessorin, wurde aber unter dem Namen Minerva als Göttin der Weisheit verehrt. Alles ganz schön kompliziert – aber kein Problem für die Mädchen und Jungen aus Herkenrath! Die Klasse hat die griechische und römische Mythologie bereits im Geschichtsunterricht durchgenommen. Die Kinder kennen deshalb nicht nur die griechischen und lateinischen Namen der Gottheiten , sondern auch ihre besonderen Fähigkeiten und die wirklich kniffeligen Verwandtschaftsverhältnisse. Auch die römischen Schriftzeichen, die sich unter der Figur des Zeus auf dem antiken Altar befinden, machen der Gruppe keine Probleme: „M steht für Maximus, das bedeutet der Größte!“ weiß ein Schüler. Da staunt nicht nur die Lehrerin der Klasse, sondern auch unsere Museumspädagogin!

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Zum Abschluss erhält jedes Kind einen Götter-Steckbrief (Foto: Museumsdienst Köln, J. Müller)

 

Am Ende der zweistündigen Veranstaltung erhält jedes Kind noch einen „Göttersteckbrief“, auf dem es  die wichtigsten Eigenschaften der Unsterblichen schriftlich und zeichnerisch festhalten kann.

Für alle, die neugierig geworden sind, wie es mit Elliots und Virgos Abenteuer in der Götterwelt weitergeht: Band 1 und 2 von Mats Evans Geschichte sind in der deutschen Übersetzung im Chicken House Deutschland Verlag erschienen und für Leserinnen und Leser ab zehn Jahren geeignet.

Weitere Angebote für Schulklassen im Römisch-Germanischen Museum finden Sie auf der Website des Museumsdienst Köln.

 

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